Intranet : : Kontakt : : Impressum

Schulinfo >> Unterricht >> Philosophie

Philosophy Quiz. SHOEstrong> By Jeff MacNelly © Times Media Services Inc.

Übersetzung

Philosophie: Zusammengesetzt aus “philos” (Freund; Liebe) und “sophia” (Weisheit; Wissen) lässt sich das Wort als “Liebe zum Wissen” oder “Liebe zur Weisheit” übersetzen.

Definition

Die Philosophie gibt es so wenig wie die Religion. Die Philosophen haben in den vergangenen ca. 2500 Jahren die unterschiedlichsten und widersprüchlichsten Behauptungen aufgestellt [...]. Am ehesten wird folgende Definition die meiste Zustimmung finden:

Philosophie ist der Versuch des Menschen mit dem Mittel des Denkens sein Dasein, die von ihm wahrgenommene äußere Welt und sein eigenes Inneres zu erklären. (http://www.philolex.de/philolex)

Antriebe des Philosophierens

Warum denken wir nach? : Das Staunen über sich und die Welt ist der Anfang allen Nachdenkens. Doch haben wir Zweifel und fragen uns nach dem Sinn des Ganzen...

Forderungen an das Philosophieren

Der deutsche Philosoph Immanuel Kant (1724-1804) hat für das Philosophieren drei Forderungen aufgestellt:

  1. Selber denken
  2. Sich jederzeit in einen jeden anderen denken
  3. Jederzeit mit sich einstimmig denken

Streiflichter

  1. Ein Weiser ist man nur unter der Bedingung, in einer Welt voll Narren zu leben.
  2. -Arthur Schopenhauer-
  3. Die Vernunft formt den Menschen, das Gefühl leitet ihn.
  4. -Jean-Jacques Rousseau-
  5. Wo Liebe ist und Weisheit, da ist weder Furcht noch Unwissenheit.
  6. -Franz von Assisi-
  7. Die Menschen werden nicht an dem Tag geboren, an dem ihre Mutter sie zur Welt bringt, sondern wenn das Leben sie zwingt, sich selbst zur Welt zu bringen.
  8. -Gabriel Garcia Marquez-

Philosophie im Unterricht:
“Wir verstehen uns als eine Untersuchungsgemeinschaft...”

Was wollen wir gemeinsam erreichen?
Was kann uns dazu die Philosophie bieten?
Und was ermöglicht uns denn das Philosophieren - manchmal auch im Gegensatz zu anderen Unterrichtsfächern?

Konkret: Was ist guter Philosophieunterricht? (Kurzfassung)


Der Lehrplan des Landes Schleswig-Holstein für das Fach Philosophie bietet relevante Ansatzpunkte zur oben gestellten Frage. So ist dieser wesentlich von Kant geprägt, der insgesamt das “Philosophieren lernen”, nicht das “Philosophie lernen” in den Mittelpunkt stellt.1
Die nun folgenden AusfÜhrungen sollen dies konkretisieren:

Das Hauptziel guten Philosophieunterrichts sollte sein, Schülerinnen und Schülern Zutrauen zu ihrem eigenen Verstand gewinnen zu lassen und Freude daran zu vermitteln, eben diesen in den verschiedensten Situationen zu erproben2:
Das kritische Fragenstellen sowie auch selbst, sich kritische Fragen stellen zu lassen; ferner das Philosophieren an sich als Ansatz einer Lebenskunst zu begreifen und als Lebenstechnik zu benutzen.

Somit ist es die Aufgabe guten Philosophieunterrichts, die Fragen der Philosophie immer wieder neu zu stellen bzw. sie in die Gegenwart und Zukunft einzubetten und anzupassen, da die mÖglichen Antworten relativ sind zu Zeiten und Menschen. Allerdings sollten auch die Tradition und damit die schon erteilten Antworten weiterhin eine Rolle spielen, da diese ebenfalls Orientierungspunkte für den eigenen Denkprozess bieten, an die man anknüpfen sollte.
Diesbezüglich lohnt es sich in einen konstruktiven, problemorientierten, kritischen und selbstverständlich stets friedlichen Denk- und Arbeitsprozess zu gehen.

Es geht somit nicht um eine starre Vermittlung von dogmatischen Weltanschauungen und Lehrmeinungen3, denn Philosophieren bedeutet sich ständig neu auf die Suche zu begeben, eine Spur immer wieder und wieder von vorne zu verfolgen sowie auch das mögliche Scheitern bezüglich der Antworten anzuerkennen.
Wichtig ist demnach die konstruktive Gesprächskultur innerhalb des Unterrichts zwischen der Lehrkraft und der Schüler, aber noch vielmehr zwischen den Schülern selbst, wobei die Lehrkraft lediglich zum Denken anregt und gegebenenfalls Material zur VerfÜgung stellt.
Im Mittelpunkt des Unterrichts sollte stets ein erkenntnistheoretisches, ethisches, metaphysisches, anthropologisches oder ästhetisches Problem stehen, wobei es die Aufgabe der Schülerinnen und Schüler ist, dieses, im Rahmen ihrer Möglichkeiten zu entdecken, zu bearbeiten und zu durchdenken.


1vgl. Ministerium für Bildung, Wissenschaft, Forschung und Kultur des Landes Schleswig-Holstein (Hrsg.): Lehrplan für die Sekundarstufe I der weiterführenden allgemeinbildenden Schulen Hauptschule, Realschule, Gymnasium, Gesamtschule. Philosophie. Kiel: 1997, 15f.

2vgl. Runderlass der Ministerin für Bildung, Wissenschaft, Jugend und Kultur (Hrsg.): Einleitung. In: Informationen zu den Fächern Religion und Philosophie. Kiel:1992, 7.

3vgl Drews, Brigitte: Rahmenausbildungsplan. Philosophie. Bordesholm:1994, 3.

2011-08-28 Janine Wagener, Jan Phillich


Schulengel.de

Letzte Änderung: 2011-08-28 23:10    © 2012 HPS     Kontakt  Webmaster openSUSE.org